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"A DREAM COMES TRUE"
30 Seconds To Mars in der Live Music Hall, Köln // 29. Januar 2007
Es ist nicht mehr ungewöhnlich, wenn Schauspieler plötzlich ihr mehr oder weniger vorhandenes Talent für den Gesang entdecken. Andersrum genauso. Aber wo sich die meisten im sinn- und niveaulosen Pop versuchen, gibt es wenige, die wirklich überzeugen. Einer, dem das gelungen ist, hört auf den Namen Jared Leto, den man als Schauspieler aus Filmen wie „Fight Club“, „Alexander“ oder „Düstere Legenden“ her kennt. Gemeinsam mit seinem Bruder Shannon gründete er 30 Seconds To Mars, eine Band, die man vielleicht gerne in die Emorock-Schublade stecken möchte, die dennoch viel zu viele progressive Elemente in ihrer Musik verarbeitet. Tourneen mit Puddle Of Mudd, Incubus oder The Used folgten. Eigentlich war das Konzert fürs Kölner Underground geplant gewesen, wurde aber aufgrund der riesigen Anfrage rechtzeitig in die Live Music Hall verlegt. Obwohl er es nicht mag, dass die Band ständig mit seinem Namen in Verbindung gebracht wird und dass sie bisher nicht wirklich viele Platten verkauft hat, sprach sich die Band, dank Internet und Mundpropaganda ziemlich schnell rum.
Vielleicht deshalb gab es im letzten November das Re-Release des aus August 2005 stammenden aktuellen Albums „A Beautiful Lie“. Mit der gleichnamigen Single des letzten Albums legte die Band dann auch los, nachdem als Intro Carl Orffs "Carmina Burana“ erklang. Die Band startet energisch und beim zweiten Song „Battle Of One“ flogen die präparierten Unterhöschen der weiblichen Besucher auf die Bühne. Das folgende „Buddha For Mary” war auch der einzige Songs des Abends, der vom Debüt stammt. Gefühlvoll inszeniert er die Balladen, die die Herzen der weiblichen Fans erweichen
Eins muss man ja Jared Leto lassen: Er versteht es, auch zwischen den Songs zu unterhalten. Er findet die passenden Worte, weiß, was die Masse hören möchte. Letztlich waren es ja auch nur die üblichen „Ihr seit das Beste Publikum der Tour“ Floskeln etc. Darf man einem ausgebildeten Schauspieler so etwas glauben? Wie authentisch kann er sein? Die Band selbst bezeichnet sich selbst ein Kunstprodukt und auch die dargebotenen Songs entspringen einem Konzeptalbum. Dennoch, es scheint als wäre es die Rolle seines Lebens die Jared Leto hier ausfüllt. Auf der Bühne stehen, die Gitarre um die Schulter gebunden und seinen Gefühlen freien lauf zu lassen. „A dream comes true”, so Jared Leto kurz vor Ende des Sets.
Nach „From Yesterday“ ging die Band von der Bühne und die Zugabenrufe begannen. Mit dem Hinweis, dass die Band nach der Show noch für Autogramme zur Verfügung stehen würde, ging es noch mal Schwung voll zur Sache. „The Fantasy“ und „Attack“ rockten noch einmal ordentlich und rundeten nach rund einer Stunde das 30 SECONDS TO MARS Konzert ab
- 30 Seconds To Mars live in Köln // 11.01.2008
- Galerie: 30 Seconds To Mars live in Köln // 11.01.2008
- 30 Seconds To Mars live in Köln // 29.01.2007
- Galerie: 30 Seconds To Mars live in Köln // 29.01.2007






