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MIT HERZ UND STYLEVERBRECHEN BIS ZUM LETZTEN TOURTAG
Alexisonfire live im Underground, Köln // 10. Dezember 2006
„This is from our hearts“ brüllen Alexisonfire sie zu Beginn ihres aktuellen Albums “Crisis”. Im Interview gestanden die Kanadier noch, dass sie langsam tourmüde sind und sich freuen, nach diesem letzten Gig wieder nach Hause zu fahren. Doch als Gitarrist Wade besagte Worte beim Opener ins Publikum spuckte war sofort klar: Das sagen die nicht nur so!
Energisch begrüßte Sänger George die Leute im schon lange ausverkauften Kölner Underground. Da der Laden rappelvoll war, konnten die meisten seine auf halber Oberschenkellänge abgeschnittene Jeans gar nicht sehen. Was für viele der Anwesenden mit Sicherheit zu den schlimmsten Style-Verbrechen gehört, kann man bei Alexisonfire getrost als Statement dazu sehen. Bassist Chris fegte wie ein Berserker über die Bühne. Der etwas beleibtere Wade kam innerhalb von Sekunden ins Schwitzen – der Mob vor der Bühne auch. Das altehrwürdige Underground bebte.
In der Mitte der Bühne verhinderte erstmals ein Absperrgitter, dass die Leute reihenweise auf die Bühne gedrückt wurden. Außerdem gab es George die Möglichkeit, sich herumzuwerfen und immer wieder an und halb auf das Gitter zu klettern, um den Leuten das Mikro zwischen bellende Gesichter zu stecken. Höhepunkte waren dabei natürlich Songs wie „Accidents“ mit ausschweifenden Singalong-Parts. Die Stimmung kochte, großartiges Konzert!
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