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Black Francis live im Luxor, Köln // 17.02.2008

 

Bei den Pixies nannte er sich Black Francis, danach veröffentlichte er jahrelang als Frank Black, mal mit Catholics, mal ohne. Sein neuestes Album „Bluefinger“ und die demnächst erscheinende EP „Svn Fngrs“ tragen nun wieder den Namen Black Francis. Wie passend, dass der Prime Club, Schauplatz seines ersten Deutschland-Konzerts im Rahmen der Bluefinger-Tour, seit diesem Wochenende wieder den alten Namen Luxor trägt.

 

Den ganzen Januar war der Club wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, aber drinnen siehts aus wie immer, geändert hat sich also nichts. Gleiches gilt auch für die Musik von Black Francis. Musikalisch eine Mischung aus Pixies-Hymnen und leicht countryeskem Catholics-Material sind hier immer noch mehr Indie-Perlen enthalten, die andere Bands nicht in ihrer ganzen Karriere hinkriegen. Den Auftakt machen Bobby Peru aus Manchester, die nicht nur wegen des Overalls, den der Sänger/Gitarrist trägt, an Mclusky erinnern. Lauter noisige Songs mit tonnenweise Pixies-Referenzen, weshalb sie auch gut beim doch zahlreichen Publikum ankommen.

Um 22:20 betritt dann Black Francis ganz in schwarz mit seinen beiden Mitstreitern die Bühne und es folgen 80 Minuten, die ganz im Zeichen seiner neuen Veröffentlichungen stehen. „Bluefinger“ und „Svn Fngrs“ werden fast komplett gespielt, dazu gibt es mit „All Around The World“ und dem famosen Rausschmeißer „Dead Man’s Curve“ zwei Songs, die bislang nur auf der Christmass-CD zu finden sind, sowie mit „That Burnt Out Rock And Roll“ eine obskure Coverversion von Gary Green aus dem Jahr 1981.
Zugaben oder gar Pixies-Songs gibt’s erwartungsgemäß keine, denn Herr Francis hat dazu auf dieser Tour die sogenannten Precores eingeführt, bei denen er in der Regel solo seine Hits aus vergangenen Tagen zum Besten gibt. In Köln fand dieses Happening bereits um 17 Uhr im Stadtgarten statt, was ich zeitlich leider zu besuchen nicht geschafft habe. Aber solange er solche Kracher wie „Threshold Apprehension“ von der „Bluefinger“ zu schreiben imstande ist, bestätigt er seine eigenen Textzeilen (aus Tight Black Rubber): „I’m all killer, no filler“

 

 

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Verfasser: Rainer Driemeyer