IST ES ZU LAUT, BIST DU ZU ALT

 

Bob Mould und Herrenmagazin in der Batschkapp, Frankfurt // 02.06.2008

 

Es war heiß in Frankfurt und zudem noch ein Montag. Kein Wunder, dass sich da nicht allzu viele Fans in der Batschkapp versammelten, um sich Bob Mould anzusehen, der ja immerhin mit Hüsker Dü Punkgeschichte geschrieben hat und sein neues Soloalbum District Line vorstellte.

 

Doch zunächst musste man eine halbe Stunde lang Herrenmagazin aus Hamburg ertragen. Ihr Indiegeschrammel war zwar nicht wirklich schlecht, aber wer braucht noch eine weitere belanglose Blaupause von Madsen, Revolverheld, Virginia Jetzt!, Fotos oder wie sie alle heißen?

Vor knapp drei Jahren war Bob Mould das letzte Mal auf Tour und verblüffte damals alle Fans mit einem Querschnitt seines ganzen Schaffens, also Songs von Hüsker Dü, Sugar und natürlich seinen Soloalben. Zudem blieb er seinen alten Zeiten treu und spielte in geradezu ohrenbetäubender Lautstärke. Und auch in Frankfurt waren sicherlich viele der Anwesenden froh, ihre Ohrenstöpsel dabei zu haben, als Mould direkt mit „The Act We Act und A Good Idea“ vom Sugar-Album „Copper Blue“ loslegte.

Im Folgenden gab es nur zwei Songs von „District Line“ zu hören, die alten Hits dominierten. Die alten Herren im Publikum wurden dann noch euphorischer, als dann gegen Ende die ersten Akkorde von „I Apologize“ ertönten und nun endlich auch Hüsker Dü gewürdigt wurden. Nach insgesamt vier Zugaben und knapp 80 Minuten Spielzeit beendete „Makes No Sense At All“ das Gitarrengewitter und entließ die Leute in die Nacht, wo passend ein echtes Gewitter einsetzte.

Setlist:
01. The Act We Act
02. A Good Idea
03. I Hate Alternative Rock
04. See A Little Light
05. Hoover Dam
06. I Am Vision I Am Sound
07. The Silence Between Us
08. Hanging Tree
09. Miniature Parade
10. Your Favourite Thing
11. Circles
12. Paralyzed
13. Can't Help You Anymore
14. I Apologize
15. Celebrated Summer
16. Divide And Conquer
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17. Egooveride
18. If I Can't Change Your Mind
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19. Chartered Trips
20. Makes No Sense At All

 

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Text und Foto: Rainer Driemeyer