CHARMENIZER UND FEIER IN THE ATTIC

 

Interview mit Ingo Donot und Ole von Fire In The Attic

 

Ingo Donot und Ole FITA fläzen sich ins Sofa, Bier in der Hand. Bei seiner ersten Antwort (also in fünf Sekunden) sitzt Ingo aber aufrecht gestikulierend, zwischen mir und Ole hin und herblickend. Ole fläzt sich bis zum Ende ins Sofa, Bier in der Hand – und bewegt nur den Kopf hin und her.

 

GETADDICTED: Vorab mal die Frage, wie gut ihr euch eigentlich kennt?
Ingo: Da kann ich nur Lobhudeleien loslassen. Fire In The Attic ist für mich eine der Bands aus Deutschland, die sich in einem Dunstkreis bewegt, wo sich ganz schnell die Spreu vom Weizen trennt. Es gibt da nur echt schlechte Bands, oder richtig gute. Und Fire In The Attic gehören zur Speerspitze vom dem, was man gemeinhin – wie auch immer – nennt. Ich würde euch ja am ehesten als Punkrock einstufen. Auf euch aufmerksam geworden bin ich ein bisschen durch Summer’s Last Regret. Wir hatten damals mal einen Cover-Contest – also „Cover mit deiner Band nen Döner-Song“, und Summer’s Last Regret haben damals teilgenommen.
Ole: Zweiter Platz!
GETADDICTED: Wer hat gewonnen?
Ingo: Keine Ahnung mehr, aber die Version hat mir auch am besten gefallen. Und dann hat mir irgendwer mal Fire In The Attic unter die Nase gerieben und ich hab sie dann auf irgendeinem Festival mal gesehen.
Ole: Nee, bei der Millencolin-Show.
Ingo: Und die waren nicht nur nette Leute, sondern auch ne gute Band.

GETADDICTED: Wie war das bei dir mit den Donots?
Ole: 1997! Jugendkulturzentrum Troisdorf – und ich dabei!
Ingo: Das war das Konzert mit 20 Leuten, oder? Oder das mit sieben?
Ole: Da war’s schon relativ voll, fast 100 Leute. Das mit 20 war mal vorher. Und dann bei Bochum Total, wo der Typ von der Laterne gesprungen ist. Danach haben wir die Donots verfolgt. Wenn die irgendwo gespielt haben, sind wir hingegangen.

"DAS WÄRE DAS ENDE DER BAND GEWESEN"


GETADDICTED: Die Donots durfte man ja irgendwann nicht mehr gut finden, wenn man cool war. Wie war es dann, die Jungs persönlich kennen zu lernen?
Ole: Den Donots eilt ja der Ruf voraus, die netteste Band Deutschlands zu sein – und das heißt bei den Donots, dass sogar die Crew nett ist. Und an dem „nicht mehr gut finden dürfen“ hab ich mich noch nie beteiligt. Wenn eine Band mehr als acht Leuten bekannt ist, dann ist die nicht mehr cool.
Ingo: Ihr seid auch nicht mehr cool, weil euch kennen schon neun (lacht).
Ole: Der erste Eindruck war sofort top, und da waren wir auch überrascht, als ihr bei der Millencolin-Show da oben standet..
Ingo: Da waren wir auch sehr betrunken, ne?
Ole: Als wir dann die Anfrage gekriegt haben für diese Tour, haben wir das mit Kusshand angenommen!

GETADDICTED: Dann mal zu euren Alben. Ihr habt nach Jahren bei Gun Records jetzt „Coma Chameleon“ bei eurer eigenen Plattenfirma veröffentlicht. Wie schätzt du diesen Schritt jetzt – zwei Monate nach Erscheinen – ein?
Ingo: Anders ist auf jeden Fall der Arbeitsaufwand. Jeder von uns muss eine ganze Menge mehr stemmen. Aber das machen wir auch gerne, weil wir für uns selbst arbeiten. Wir haben ein ganzes Team um uns gescharrt. Das besteht großteils aus Freelancern, die sich um Promo alles Drumherum kümmern. Schönerweise sind das nur Leute, mit denen wir zusammen arbeiten möchten. Da haben sich sogar die Telefonanrufe geändert. Es sind nicht mehr nur Businessanrufe, man quatscht da immer länger, weil das auch Freundschaftsanrufe sind, was ich sehr angenehm finde. Lustigerweise kommen jetzt, wo wir nicht mehr bei Gun Records sind, wieder Magazine an und wollen uns featuren, und die fragen uns, warum wir das früher nicht gemacht haben. Da hat sich der Fokus auch verändert, in welchen Magazinen man plötzlich wieder stattfindet, oder in welchem Rahmen. Und ganz persönlich macht es auch wieder viel mehr Spaß. Das war die einzige und richtige Entscheidung, die wir treffen konnten. Gun wollten uns ja auch nicht gehen lassen, so dass wir Anwälte einschalten mussten, damit wir da überhaupt rauskommen. Wir hätten da auch noch ein Album mit „Wooohooos“ aufnehmen können, aber dann läuft sich die Sache auch tot. Es hätte wohl auch funktioniert, aber – ohne Scheiß – das hätten wir alle nicht mehr gewollt. Wären wir da nicht weggekommen. Das wäre das Ende der Band gewesen. So wie es sich jetzt anfühlt, können wir auch noch mal 15 Jahre dranhängen.
Ole: Boah, dann seid ihr 30!

GETADDICTED: Ihr habt eure Platte der Visions beigelegt.
Ole: Wenn man so vielen Leuten eine Platte schenkt, kriegt man eine Menge Response. So profan es klingt: Viele Leute haben sich einfach gefreut, dass sie was umsonst gekriegt haben. Sie konnten sich die Platte anhören, und wenn sie’s gut finden, können sie zu unserer Show kommen, die können ein T-Shirt von mir kaufen, die können mir einen Brief schreiben, oder sie können sich das Album noch richtig kaufen, mit allem Zusatzzubehör. Es ist ja nicht so, dass alle Leute Fire In The Attic kennen. So können sich viele Leute, die uns vorher nicht kannten, die Platte anhören – und zwar in ordentlicher Qualität.
Ingo: Als ich das gehört hab, fand ich es vor allem saumutig, aber das ist eben auch sehr schlau: Der Zeitgeist ist nun mal so, dass alle immer alles für lau haben wollen.
Ole: Wir haben uns damit auch aus einer Misere gezogen: Wir haben immer bei Redfield veröffentlicht, ein kleines Label, das hat auch wunderbar funktioniert, so dass am Ende auch immer was übrig blieb. Aber das musste es auch, weil es vom Zeitaufwand her nicht mehr drin war, dass wir viel arbeiten gehen. Dann hatten wir den Vertrag erfüllt, konnten wechseln und uns haben auch Leute angesprochen. Dann haben wir gefragt: Was könnt ihr mehr, was Redfield nicht konnte. Wir haben jedes Mal laut gelacht, weil drei Mal kam: „Was wir starten könnten, wäre eine große Plakataktion.“ Jetzt zeig mir den, der eine Platte kauft, weil er ein Plakat gesehen hat! Vor allem, wenn die Band nicht jeder kennt. Wenn die Toten Hosen ein Album rausbringen und Plakate aufhängen – das funktioniert. Wir haben dann oft unsere Ideen vorgetragen, es hieß dann: „Supergeile Idee ... wir können das aber nicht machen.“ Wegen Verträgen mit Vertrieben, diesem oder jenem. Dann wollten alle nur ihr Standardding durchziehen. Dann haben wir uns halt gesagt, dass wir es weiter mit einem kleineren Label machen. Majors haben andere finanzielle Möglichkeiten, aber meiner Meinung nach haben die auch keine Perspektive.
Ingo: Und keine Eier!

GETADDICTED: Wäre für euch so eine Aktion – also die Platte zu verschenken – eine Option, zumal ihr ja eure eigene Plattenfirma seid?
Ingo: Ob du’s glaubst oder nicht – wir haben über solche Sachen nachgedacht. Als wir 2006 nicht mehr bei Gun waren, da haben die Telefone nicht stillgestanden. Wir haben zig Angebote gekriegt. Wir haben uns für die Angebote bedankt, aber gesagt: Es fühlt sich so gut gerade an, nur wir als Band zu sein, lasst uns das Album erst mal fertig machen. Und dann haben wir überlegt, es selbst in die Hand zu nehmen. Du verkaufst doch heutzutage eh keine Platten mehr – da könnten wir die Songs auch für lau raushauen. Letztlich hat dann aber der Traditionalist gewonnen: Ich möchte auch einfach gerne die Platte in der Hand halten. Ich will nicht nur Datenmüll durch die Gegend senden. Wir arbeiten gerade sogar daran, wieder Vinyl zu machen (Ole kichert im Hintergrund). Man will die einfach in der Hand haben.
Ole: Kenn ich! Will ich auch immer.

GETADDICTED: Wäre es für euch ein Weg gewesen, zumal ihr den Vertrag erfüllt hatte, auch alles selber in die Hand zu nehmen?
Ole: Nein! Wir sind aber auch in einer anderen Situation. Wir müssen den Leuten erst mal sagen: Uns gibt’s! Die Donots kennen die Leute. Bei denen war es ja eher so, dass sie jetzt wieder da sind mit einer neuen Platte. Und wenn man länger dabei ist, kennt man halt auch viel mehr Leute. Wir könnten uns jetzt gar nicht ein Team aufbauen. Und Kai (Chef von Redfield, Anm.) hat auch von Anfang an alles mit aufgebaut, und der hat teilweise draufgelegt. Dem möchte ich ja jetzt auch nicht sagen: Vielen Dank, aber jetzt machen wir unser eigenes Ding. Da käme ich mir blöd vor. Und so lange wir so super mit ihm zusammen arbeiten, wollen wir den auch nicht mehr loswerden.

CHARMENIZER VS. ONE-MAN-SCHLECHTE-SPRÜCHE-SHOW


GETADDICTED: Ihr habt ja unter anderem Video-IDs (anderthalbminütige Videos, die genau auf die Magazine zugeschnitten waren, Anm. d. Red.) für alle möglichen Magazine gemacht. Weißt du noch wie viele?
Ingo: Keine Ahnung. Viele. Verdammt viele. Aber das ist halt auch eine von diesen Sachen mit neuen Medien, denen du dich nicht verschließen kannst. Video-IDs, Webwheel. Wir versuchen gerade, so viele neue Wege zu gehen, um den Namen und die Platte zu streuen, wie es nur geht. Genau das sind die Sachen, die Majors nicht hinkriegen. Die Sachen müssen Fan-nah funktionieren, und da denken die gar nicht drüber nach.
Ole: Es dauert einfach viel länger bis die draufkommen, dass Youtube zum Beispiel Zeitgeist ist.
Ingo: Und wenn sie draufkommen, ist das ganze Thema schon wieder durch.
Ole: Bis die Myspace entdeckt hatten, war es schon nicht mehr cool.
Ingo: Deswegen haben wir auch eine Amazon-Edition gemacht. Da haben wir uns einen ganzen Nachmittag hingesetzt und haben 1.000 Alben unterschrieben. Damit kriegst du dann wieder ein anderes Feature bei Amazon. Und man muss einfach was für die Leute machen, damit die merken, dass du mit Herzblut dabei bist.

GETADDICTED: Wie würdet ihr euch gegenseitig als „Boygroup-Charaktere“ beschreiben?
Ingo: Ich sag mal als Außenstehender: Der ist Hansdampf in allen Gassen. Wir müssen jedes Mal, wenn wir mit Fire In The Attic unterwegs sind, darüber lachen, dass Ole immer auf alles, was man sagt, noch einen draufsetzt. Immer. Nach einem schlechten Spruch bringt er einen noch schlechteren. Die One-Man-Boygroup.
Ole: Oder die One-Man-Schlechte-Sprüche-Show.
Ingo: Siehste. Schon wieder.

Ole: Ich könnte den Charmenizer Nummer eins nennen.
GETADDICTED: Der da wäre?
Ole: Guck da. Guck dir den doch mal an! Mister „Es-gibt-keinen-in-Deutschland-den-ich-nicht-mag“.
Ingo: Ach komm.
Ole: Wen denn?
Ingo: Wir können ja mal anfangen, uns zu hassen.
Ole: Wir sind schon echt weit rumgekommen, aber ich hab noch keinen getroffen, der sagt: Ingo Donot ist aber nicht nett.
GETADDICTED: Vielleicht sollten wir bei Gun Records nachfragen.
Ingo (lacht): Das würde mich echt mal interessieren, was die jetzt so sagen.
Ole: Die sagen im Moment nur: Scheiße, ich muss meinen Schreibtisch bis Freitag noch leer räumen (lacht)!
Ingo: Das ist aber auch eine Sache, die mir wichtig ist: Ich möchte nett behandelt werden, und deswegen behandele ich die Leute auch nett.
Ole: „Mit dem Hut in der Hand kommt man durch’s ganze Land“, oder wie heißt das noch mal?
Ingo: Was ich nicht möchte, ist, dass man eine schwere Zeit hat, dass man sich anstrengen muss, um einen guten Abend miteinander zu haben. Das schlimmste Gefühl ist doch: Du musst sieben, acht Stunden mit jemandem im Auto fahren, mit dem du nicht klarkommst! Fürchterliche Vorstellung! Deswegen möchte ich auch, dass sich alle in der Band wohl fühlen (Ole kichert mit Blick auf die anwesenden Crewmitglieder), und auch die Crew – und das sag ich nicht nur, weil ich nie wieder die Zähne da putzen muss, wo der hinschlägt (lacht). Wir sind einfach eine Familie, so hippiemäßig das klingt!
Ole: Das geht ja auch nicht anders! Wenn sich eine Band trennt, dann fast immer, weil die Leute miteinander nicht klarkommen. Und das auch meistens während einer Tour. (quäkt) „Der Typ geht mir total auf den Sack“. Dann spielen sie die Tour vielleicht noch zu Ende, und dann ist Feierabend. Purgen würde mir ja auf den Sack gehen, weil der unglaublich oft „Ääh“ sagt (lacht).

EINE TRAUERMINUTE FÜR INGO


Ingo: Stimmt! Unser Bassist hat ein Tour-Diary gemacht und das meiste Feedback darauf war: „Wie oft sagst du denn'Äh'?“ Hammer! Das Geile ist ja, dass er zwischendurch sagt: „Wie oft sag ich denn 'Äh'? Äh, also ...“ (lacht). Purgen ist also der Äh-Typ, aber auch ein bisschen die Vernunft. Eike ist auch Vernunftsmensch, muss er aber auch von Amts wegen, weil er jetzt eine Tochter hat. Alex ist der Mann für Nicht-Trinken, dafür Fleisch essen. Alle anderen sind Vegetarier.
Ole: Und er ist der mit den geschmeidigsten Moves auf der Bühne.
Ingo: Und er muss die Kohle zusammen halten, weil er ist der BWL-Doktorand. Guido ist der, bei dem alle Frauen schmilzen, bis zu dem Punkt, wo sie ihm näher kommen und an den Socken riechen. Dann ist alles zu spät.
Ole: Wir haben den totalen Feierheini, das ist Richard, den wir heute morgen schon wieder irgendwo eingesammelt haben. Der feiert durch.
Ingo: Feier in The Attic!

Ole: Plotzki ist die Nervensäge, das macht der auch sehr bewusst. Im Bus sitzt der neben dir und ist hyperaktiv. Der sitzt da, das dauert drei Sekunden, dann kramt er in seinem Rucksack (Ole redet hektisch), holt ne Flasche Wasser raus, trinkt, zumachen, Flasche in den Rucksack (Ole redet noch hektischer), Rucksack zu, zwei Sekunden später: Rucksack auf, Walkman raus, Walkmanstöpsel in die Ohren, Rucksack zu. Sitzen, sitzen, sitzen. Drei Sekunden später: Rucksack wieder auf, Flasche raus, Flasche auf, trinken, Flasche zu, Flasche wieder auf (Oles Stimme überschlägt sich fast), wieder trinken, Flasche zu, Flasche in den Rucksack, Rucksack zu. Drei Sekunden danach: Walkman raus, Rucksack auf, Walkman rein, Rucksack zu, und dann: „Ich muss pinkeln!“ – so geht das sechs Stunden! Hibbelig! Aber deswegen ist der ja auch Schlagzeuger. Dann: Crebelli: Schlafmütze! Dem muss man zwischendurch sagen, dass er in einer Band spielt, das vergisst der sonst. Ich glaub, der wundert sich, dass wir immer so viel durch die Gegend fahren und dass er abends Gitarre spielen muss. Dafür ist er hellwach bei Finanzen. Und Dennis ist die Punkrockikone. Und der ist dieser Fall, für den ich ihn wie die Pest hasse! Egal wo du bist, egal welche Band du nennst - er hat sie schon 400 Mal live gesehen. Ich hatte mal früher Helden: Adhesive! Und in der Zeit, als ich die gut fand, haben die ein Fuckingscheiß-Konzert hier gespielt, in Koblenz, da war ich 15. Ein paar Jahre später lern ich Dennis kennen und sag: Es gab ein Konzert, wo ich UNBEDINGT hinwollte, aber nicht konnte. Er sagte natürlich: Da war ich!
Ingo: An dieser Stelle muss ich mal eben einwerfen: In zehn Minuten hasse ich mal eben die ganze Welt, obwohl ich eigentlich ein ganz netter Kerl bin, weil: Meine Lieblingspunkband aller Zeiten, Face To Face, spielen in zehn Minuten auf dem Groezrock. Guido hat das Face To Face-Logo sogar auf den Fuß tätowiert. Ich habe alle Platten, alle Seveninches von dieser Scheißband, aber ich habe sie noch nie live gesehen. Ich schreibe mir sogar hin und wieder mit dem Sänger, wo ich dann wieder so einen schwitzigen Schritt kriege, und ich wollte sooo gerne da heute hinfahren. Und da muss ich Alex mal eben hassen: Er hat entschieden, dass wir an einem Freitag abend keine Tour beenden können und hat deswegen diese Show heute nachgebucht. Ich würde jede Show von uns jeder anderen Show vorziehen, aber das ist trotzdem das Schlimmste, das mit seit Jahren passiert ist.

GETADDICTED: Ole, hast du eigentlich eine Donots-CD?
Ole: Du wirst lachen! Ich habe alle Donots-CD, sogar die letzte vor der aktuellen! Aber die war nicht richtig gut.
Ingo (lacht laut): Das würde ich so auch unterschreiben!

GETADDICTED: Kennst du eine Fire-In-The-Attic-Textzeile?
Ingo: In Texten bin ich total schlecht, aber ich kenne die Songs, wenn ich sie höre! Ich vergesse ja auch unsere eigenen. Und von den neuen von den Jungs finde ich am allerbesten, absolut exponiert: „Benchwarmer“, und ihr Säcke spielt das nicht live!
Ole: Das ist zu anstrengend!
Ingo (singt): The Air is soaked with gasolene ... Ha, ich kann doch einen!
Ole: Ich kann alle! Aber mich fragt ja keiner!

AUF DIE BIKINFIGUR 2008


GETADDICTED: Welche Songs würdet ihr nehmen, wenn ihr euch gegenseitig covern solltet?
Ole: Oh. Bis zur letzten Platte wäre das ganz klar „Outshine The World“ gewesen, weil das mein erster und absoluter Lieblingssong von den Donots war. Jetzt wäre das „Stop The Clock“, der größte Donots-Song aller Zeiten. Aber das können wir nicht, weil der ist gut!
Ingo: Jetzt hör aber mal auf. Also wir würden „Benchwarmer“ nehmen. Selbst Guido, der sonst mehr auf die asseligen Sachen wie Rancid steht, meinte da sofort: Hammer-Song! Und ihr spielt den nicht live!
Ole: Nächstes Mal, wenn wir zusammen auf Tour sind, spielen wir den. Versprochen!!!
Ingo: Cool!
Ole: Verdammt, jetzt müssen wir immer an den Donots vorbeibuchen! Am Ende müssten wir sonst noch proben, und das würde ja mit unserem Leitspruch nicht passen: Ohne Proben ganz nach oben! Und da halten wir uns sehr strikt dran!

GETADDICTED: Und wenn ihr zusammen einen Song covern solltet?
Ole: Das wird echt schwer, einen zu finden, den alle mögen! Ich würde sonst „Poison“ von Alice Cooper covern.
Beide: You’re poison running through my veins ...
Ingo: Ja, geil! Nehmen wir! Sonst auch saugerne was von Billy Idol, so was wie „Flesh For Fantasy“, alleine wegen der großartigen Textzeile – 80er-Jahre-Textzeilen kann ich mir wunderbar merken: „You see and feel my sex attack“! Was ist „Sex Attack“ für ein bescheuertes Wort? Hammer!

GETADDICTED: Eine „Fast-Schon-Traditionsfrage“: Was steht bei Ole Feltes nach dem Fast-Food-Test 2005 und der Bockwurst-Expertise 2006 jetzt auf dem Speiseplan?
Ole: Verdammt, das fragst du immer! Im Moment: Nichts! Nur die Arbeit an der Bikinifigur 2008!

 

 

 

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Interview: Jens Becker