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TRACKLIST
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SAMIAM
WHATEVER'S GOT YOU DOWN
[BURNING HEART RECORDS]
Verstörendes Album. Irgendwie Samiam, aber auch nicht. Denn „Whatever’s got you down“ zeichnet sich durch zwei gegensätzliche Strömungen aus. Auf der einen Seite sind die Songs vom Arrangement, vom Songwriting, von der ureigenen Griffigkeit her absolut hundertprozentig Samiam. Dank solcher Songs war die Band Vorreiter von dem, was einmal Emo werden sollte und jahrelang war. Dank solcher Songs haben unzählige Fans ihnen jahrelang die Stange gehalten und sind immer wieder zu Konzerten gegangen, auch wenn es gar keine neuen Platten gab. Doch auf der anderen Seite beschreiten Samiam neue Wege, die verstören und auch – meiner Meinung nach – einfach nicht gut sind. Über die ungeschliffene Unterproduktion, den rauen Sound, kann man noch hinwegsehen. Was dann aber letztlich weitgehend unangenehm aufstößt, ist der Gesang von Sänger Jason: Der klingt nämlich plötzlich nach Hot Water Music, nur eine Oktave höher. Ein Mittelfrequenz-Reibeisen, das leider einige Songs prägt. Nach mehreren Hördurchgängen freundet man sich damit etwas an. Vielleicht mag es eine gewisse Altersstarrsinnigkeit sein, aber solche Veränderungen möchte man nicht von Samiam bekommen.






