SAVES THE DAY

 

UNDER THE BOARDS

[VAGRANT RECORDS]

 

Tabubruch! Ja, verdammt, das ist Emorock! Aber Saves The Day kommen aus und klingen nach einer Zeit, bevor die gleichgescheitelte Kajalcorewelle aus Emo das E-Wort machte. Sänger Chris Conley leidet, er schluchzt und spannt dabei die STD-typischen Melodiebögen, unter denen mal der Gitarrenrock und wann anders das Klavier nass, aber nicht in Klischees ertränkt werden. Denn die umschiffen Saves The Day, die auch arrogant betrachtet gar nicht als Posterboys herhalten können, äußerst elegant. Am Anfang, wenn Chris Conley direkt was von „kill myself“ singt und die richtigen Schmachter sogar noch folgen, könnte man zwar anderes befürchten, ist aber nicht so. „Under The Boards“ hat Ausritte in Richtung frühere Ataris, ist von der Muse geküsst – oder genauer von Muse-Sänger Matthew Bellamy – und rockt einfach. Trotz E-Wort. Kaufen!

 

 

Verfasser: Jens Becker

Artverwandt: Jimmy Eat World, Further Seems Forever