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UNWETTERVORBOTEN
Titan im AZ, Mülheim // 20.06.2008
Titan zu Gast im AZ Mülheim und keiner geht hin? Bange Veranstalterblicke in Richtung Eingang. Es ist viertel vor neun und bis dato hat nur eine recht überschaubare Anzahl an Personen ihren Obolus an der Kasse entrichtet. Kopfzerbrechen über das „Warum?“
Hauptsächlich liegt es am Gewöhnungstier Mensch. Und das
geht so: Generell gibt es immer wieder Kritik von Bus&Bahn-Nutzern,
dass AZ-Konzerte viel zu spät anfangen und deshalb unnötigerweise
zu spät enden. Gleichzeitig hat es sich in den Köpfen die
Ansicht verfestigt: „Vor zehn Uhr komme ich nicht, denn dann spielt
ja sowieso noch keine Band.“
Eine Fehleinschätzung, denn fast pünktlich wie die Maurer
brettern um 21.15 Uhr Fargo los. Wenig Schnörkel, viel Gekeife,
die Essener machen keine Gefangenen. Die Metal-Tendenzen der folgenden
Of Human Debris ziehen zwar manch einen lieber raus aus dem Konzertraum,
ran an den Kickertisch, aber Respekt an den „fetten“ Sound
der Warendorf/Münster-Connection.
„Füüünf! Füüünf! Füüünf!…“
Titans Sänger James geht zunächst gut gelaunt die erste Reihe
per „High-Five“ ab, um das mittlerweile dann doch ausreichend
erschienene Publikum zu begrüßen. Was folgt ist eine musikalische
Gewitterwand, die es im One vs. One mit den Wetterkapriolen des folgenden
Wochenendes locker hätte aufnehmen können. Vom feinsten beherrschen
die fünf Kanadier ihre instrumentalen Geräte. Zaghaft werden
zunächst die ersten Töne hervorgeknarzt, ehe im weiteren Songverlauf
wahre Mosh-Eruptionen über die Zuschauer hereinprasseln. Am Ende
glühen Ohren und Augen und sogar noch vor Mitternacht geht es mit
der S-Bahn gen Bett. Es geht doch und alles wird gut…
- Interview mit Titan 2008
- Titan live in Mülheim 2008
- Titan/JunePaik Split 12'
- Titan . The Chrysanthemum Pledge
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