Review . CD

65daysofstatic

We Were Exploding Anyway

Hassle Records

Adios Postrock! Mit ihrem neuen Album springen 65daysofstatic absichtlich aus der Schublade, in die sie jahrelang gesteckt wurden...und landen mir nichts dir nichts in der nächsten. Hello, Raveland!

We Were Exploding Anyway FrontcoverAus der Fülle an aufschwappenden Postrockbands stachen die Briten von 65daysofstactic sowohl auf CD als auch live stets durch ihren Einsatz von Synthesizern aus; dass in ihnen auch DJ-Ambitionen schlummerten, daraus machten sie keinerlei Hehl.

Mit "We Were Exploding Anyway" hat das Elektro-Monster scheinbar überhand genommen und dem Quartett befohlen, die Saiteninstrumente beinah komplett an den Nagel zu hängen. Ergänzten sonst Drumsamples die traditionelle Schießbude zu einem treibenden Grundgerüst hagelt es fortan nur noch programmierte Breakbeats.

Ab sofort geht es vom Rockclub mit voller Power auf den Dancefloor, an vielen Stellen fühlt man sich an die Electro-Punks von The Prodigy erinnert. Dieses Biest steht nur in Ausnahmesituationen einmal still, so dass man kurz Luft holen kann, dann wird weiter geprescht.

Nicht verloren gegangen ist das Gefühl für Songwriting, Arrangements und tolle Melodien, ab und zu bohren sich seltene Sprachfetzen ins Gehör, die auch Bloc-Party-Kele eingesungen haben könnte.

Eine stürmische Überfahrt auf zu neuen Ufern, an denen 65daysofstatic eine passende Heimat gefunden zu haben scheinen. 

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